Weil Ölkonzerne nicht ins Kinderzimmer gehören

Viele von Ihnen haben den vergangenen Shitstorm um die Zusammenarbeit zwischen dem Spielklotzhersteller LEGO und dem niederländischen Gas- und Ölgiganten Shell sicherlich mitbekommen. Nun sagt sich der dänische Spielzeughersteller vom unbeliebten Kooperationspartner los.

Angefangen hat alles mit diesem Viralspot der Umweltschutzorganisation Greenpeace. (Zum Ansehen auf das Video klicken)

Mehr als 5 Millionen Menschen haben gesehen wie eine Legowelt inklusive Kindern, Erwachsener, Tieren, Eishockeyspielern und sogar dem Weihnachtsmann in Öl ertrinkt.

Dass der Spielzeughersteller dabei auch nicht mit lupenreiner Weste davonkommt war abzusehen. Greenpeace sammelte mithilfe des Videos nach eigenen Angaben mehr als eine Millionen Unterschriften um LEGO aufzufordern sich vom angeprangerten Konzern zu distanzieren.

Die Umweltschützer appellieren gegen die Pläne des niederländischen Gaskonzerns, neue Ölbohranlagen im arktischen Ozean zu errichten. Den schwarzen Peter in dieser Situation zieht folglich leider der Spielzeughersteller. Denn dieser hat seine Zusammenarbeit mit Shell nun beendet, um den bereits entstandenen Imageschaden einzugrenzen. Ganz nebenbei ein Paradebeispiel für einen negativen Imagetransfer.

Es gibt allerdings auch Kritiker der Greenpeace-Kampagne. Manche sind der Meinung, LEGO werde instrumentalisiert, zum Kampf gegen den Öl- und Gaskonzern und die Umweltschützer sollten sich stattdessen direkt an den unbeliebten Großkonzern wenden.

Die Zusammenarbeit wurde also beendet auch gelb-rote Shell-LEGO-Tankwagen wurden aus dem Sortiment genommen. Dabei hatte sich Shell die Zusammenarbeit mit LEGO satte 81 Millionen Euro kosten lassen. Ob sich in Zukunft noch weitere Kooperationspartner aus Angst vor Imageschäden vom gelb-roten Gasriesen distanzieren bleibt abzuwarten.

LEGO wird seine zukünftigen Kooperationen ab sofort wohl doppelt und dreifach überdenken.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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