New Work und die Herausforderungen

Gibt man das Suchwort „New Work“ in Google ein, bekommt man heute schon über 6 Milliarden Einträge angezeigt. Dementsprechend vielfältig sind auch die Themen, die mit „New Work“ in Verbindung gebracht werden. Von A wie Arbeitswelt 4.0 über Change-Management, agiles Coaching, Design Thinking, Internet der Dinge, Organisation, neue Zielgruppen, Millennials, Smart Data bis Z wie Zukunftstrend ist alles dabei.

Da war unsere Aufgabenstellung einfacher. Ich wollte herausfinden, wie wir – feste und freie Mitarbeiter – uns gemeinsam die Zusammenarbeit der Zukunft vorstellen. Welchen Herausforderungen wir begegnen und welche Rahmenbedingungen und Tools wir brauchen, um uns in unserer projekt-orientierten Zusammenarbeit einfacher, klarer und schneller organisieren können, ohne dabei den Ideenreichtum und persönlichen Gedankenaustausch zu vernachlässigen.

Lego Serious Play als Visualisierungsansatz

Kürzlich bin ich auf einer Veranstaltung der „Querdenker“ in München auf eine neue Assoziations- und Kreativtechnik gestoßen. „Lego Serious Play“ ist die gezielte Visualisierung von Denkprozessen, die durch das aktive metaphorische Bauen noch begreifbarer werden – man denkt sozusagen mit den Händen. Man kann es sowohl in Gruppen als auch für Einzelpersonen anwenden. Der Prozessablauf basiert auf vier Phasen: Die Herausforderung (Challenge), das Bauen (Modelling), der Austausch (Sharing is Caring) und die gemeinsame Lösung.

Ein Testlauf mit Lego Serious Play schien mir super geeignet meine Challenge „Wie gestalten wir die Zusammenarbeit der Zukunft mit Dietrich Identity?“ zu thematisieren ohne inhaltlich und zeitlich zu „anstrengend“ zu sein. Bei unserer „Challenge“ waren Stefanie (Beratung), Karin (Corporate Publishing), Nabil (Corporate Design), Eva (Text und Konzept), Andreas (Digital Identity) und ich als Moderator dabei.

Die Challenge: Baue ein Modell, dass Deine Version der Zusammenarbeit in der Zukunft mit Dietrich Identity visualisiert.

 

Im Vorfeld haben wir mit dem „wicked question game“ die Fragen erarbeitet, die mit der Challenge zusammen hängen könnten.

  • Was wird in der Zusammenarbeit in Zukunft wichtig?
  • Worüber freue ich mich?
  • Was ärgert mich?
  • Womit würde ich gerne mehr Zeit verbringen?
  • Womit weniger?
  • Was würde mich motivieren?
  • Was wären meine Bedürfnisse?
  • Wie können wir die Kommunikation interaktiv gestalten?

In Phase zwei bekam jedes Gruppenmitglied sein Päckchen Lego Steine um die Challenge zu starten. In 60 Minuten galt es das eigene Modell zu bauen. Anschließend bekam jedes Gruppenmitglied die Chance sein Modell zu erklären und zu beschreiben. Phase vier bringt dann alle Modelle zusammen, denn jeder integriert seine wichtigsten Elemente in ein Modell.

Gemeinsames Modell mit 4 ersten konkreten Vorschlägen die Zusammenarbeit in Zukunft zu gestalten.

Es hat sich gezeigt, mit Lego Serious Play ist das „Prototyping“ von Ideen und Visionen, die Partizipation, Motivation und Integration von Menschen in diesem Prozess sehr gut möglich. Will man ein Ziel, eine Strategie, eine Organisation, ein Team, ein Produkt, ein Geschäftsmodell … – analysieren und entwickeln, kann man es besprechen, man kann die Gedanken niederschreiben, man kann es zeichnen oder eben auch bauen.

Durch das Denken mit den Händen und das Visualisieren werden Aspekte ausgedrückt und priorisiert. Außerdem erfährt man auch Dinge über sich selbst, geht tiefer in die Details und Bedeutungen ein und ermöglicht der Teamrunde unkompliziert Nachfragen und Nachjustieren.

In a nutshell: Lego Serious Play eröffnet im Team durch Bauen, Fragen und Analysieren viel Klarheit, Einsichten und Lösungsansätze.

 

Fridolin Dietrich

Fridolin Dietrich

Markenberater bei Dietrich Identity
Der Diplom Kaufmann und Organisationspsychologe ist Günder von Dietrich Identity und verfügt über zwei Jahrzehnte internationale Praxiserfahrung in Industrie und Beratung. Sein Motto: "Wir verkaufen ein Produkt, dass jedes Unternehmen braucht, aber wenige haben. Echte Werte."
Fridolin Dietrich

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