Opel im Kampf um Identität

Dass erfolgreiche Marken eine unverwechselbare Identität benötigen, um auf hart umkämpften Märkten bestehen zu können, wird nun auch in der Automobilbranche sichtbar. Wer keine eindeutigen Alleinstellungsmerkmale kommuniziert, tut sich schwer, dem Verdrängungswettbewerb auf einem globalisierten Automobilmarkt standzuhalten.

Auf der diesjährigen Automobilmesse IAA zeigten sich auch dieses Jahr wieder viele erfolgreiche Marken von ihrer besten Seite. Um den Problemen des Marktes entgegenzutreten, präsentierten die Automobilhersteller massig innovative Konzepte und Produkte. 

Auch die bereits verloren geglaubte GM-Tochter Opel scheint sich wieder am Markt zu etablieren. Die einzelnen Modellkampagnen des deutschen Autoherstellers wiesen kaum gemeinsame und wieder erkennbare Elemente auf und die Marke wurde zu wenig in die jeweiligen Fernsehspots miteinbezogen. Der rote Faden ging verloren. Ein schwaches Markenbild und Identitätslosigkeit waren die Folge, die dem, viele Jahre erfolgreichen Konzern beinahe die Existenz kosteten.

Doch auf der diesjährigen IAA zeigt der deutsche Automobilhersteller, dass er auch anders kann. Mit zahlreichen Produktpremieren und der Unterstützung der Opel-Fußballteams Galatasary Istanbul und Borussia Dortmund, tritt der Tochterkonzern von General Motors den Kampf gegen den Identitätsverlust an.

Durch die erfolgreiche Werbekampagne mit Markenbotschafter Jürgen Klopp, konnte der Abwärtstrend erstmals gestoppt und die Marktanteile gehalten werden. Gezielt wird die Markenidentität wieder aufgebaut und verpasste Trends nachgeholt. Vor allem die Kernwerte „Deutsche Ingenieurskunst“ und das gute Preisleistungsverhältnis scheinen sich bei den neuen Positionierungsansätzen heraus zu kristallisieren. Aus diesem Fundament soll Opel erneut als eine sympathische, starke Marke hervorgehen. Es scheint als hinterlasse Opel wieder seinen eigenen Fingerabdruck in der Welt der Automobile.

Sollte es die angeschlagene Marke tatsächlich schaffen, sich gegen die zahlreichen Wettbewerber zu behaupten und sich wieder am Automobilmarkt zu etablieren, verdeutlicht dies nur die Notwendigkeit einer starken Markenidentität und dem daraus folgenden, stimmigen Markenbild. Wir sind gespannt.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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