WerteWahrheit

Über das Schwierigste im Wertefindungsprozess. Das Leben der Werte im Unternehmen.

Frank Walther Steinmeier sprach in seiner ersten Rede als neu gewählter Bundespräsident von einer Welt die aus den Fugen scheint. Er formuliert weiter: „Aber viele fragen auch: Was ist eigentlich der Kitt? Der Kitt, der unsere Gesellschaft im Kern zusammenhält und vor allen Dingen: Hält dieser Kitt auch für die Zukunft noch?“

Der Kitt unserer Gesellschaft ist unser Wertesystem, jene Gesamtheit an positiven Eigenschaften und Tugenden, die in unserer Gesellschaft hoch angesehen werden. Dieses Wertesystem besteht also aus Wertvorstellungen (Werte), die erstrebenswerte und subjektiv moralisch als gut befundene Eigenschaften, Qualitäten oder Glaubenssätze formulieren. Aus festgelegten und gewichteten Werten entstehen Denkmuster, Handlungsmuster und Charaktereigenschaften. Langfristig entsteht eine Kultur.

Auch Unternehmen und Organisationen brauchen einen Kitt.

Werte haben den Vorteil dynamische und komplexe Systeme, denen sich Individuen oder Gruppen von Personen verbunden fühlen, qualitativ abzubilden. Das können ebenso gewinnorientierte Unternehmen wie Non-Profit Organisationen sein. Das gewünschte Wertesystem wird nach außen durch das Unternehmensleitbild und im inneren und äußeren Erscheinungsbild als Unternehmenskultur dargestellt. Heute bieten sich Unternehmensmarken (Corporate Brands) an diese Werte in sich zu vereinen.

Sahara Expedition

Wie transportiere ich Werte in die Organisation?

Sind die Wertesysteme als Kitt einmal formuliert ist ein entscheidender Prozess, diese Werte auch in das Unternehmen zu tragen. Damit die Werte und Leitlinien zu jedem Mitarbeiter des Unternehmens gelangen, ist eine professionelle Kommunikationsarbeit notwendig. Werte und was man darunter versteht müssen in die Abteilungen und Teams transportiert werden. Mitarbeiter müssen sich über eine längere Zeit damit beschäftigen, um diese zu verinnerlichen und in ihrem täglichen Verhalten umzusetzen.

Eine erprobte Möglichkeit Werte in die Teams und zu dem Mitarbeitern zu transportieren sind unsere beiden  Workshops „WerteWahrheit“ und „WerteLeben“. Während WerteWahrheit sich auf die Operationalsisierung der Werte konzentriert, also wo die Werte im Arbeitsalltag spürbar werden und auch durch Messbarkeit nachgehalten werden können, hat WerteLeben die Aufgabe die spielerische Umsetzung im Team zu erleben.

„WerteLeben“ ist Teambuilding und Veränderungstrainings in Einem.

WerteLeben hat einen Outdoor und einen Indoor Teil. Im Outdoor-Teil werden angeleitete Übungen in der freien Natur auf der Basis von festgelgten Zielen durchgeführt. Wie bei jeder Form des Trainings von nichtfachlichen Kompetenzen (soft skills) hat auch das Outdoor Training zum Ziel, eine Veränderung oder zumindest Bewusstwerdung bei den Teilnehmern zu erreichen. Während des Outdoorteils gilt es in einem Seminarhotel nahen Residential Parcours verschiedene Aufgaben gemeinsam zu meistern. „Step-Stone“, „Trust Fall“, Sahara-Mission“ oder „Spinnennetz“ sind dabei Teile des Teamtrainings, bei dem Unternehmenswerte sichtbar und für alle Teilnehmer auch erlebbar gemacht werden sollen.

Beim „Spinnennetz“ geht es darum, unter erschwerten Bedingungen jede Person (mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften) des Teams ohne Berührung durch ein aus Seilen gespanntes überdimensionales Spinnennetz zu bringen. Die Übung erfordert hohes Abstimmungsvermögen in der Gruppe und fördert aufgrund des notwendigen Körperkontaktes (Nähe) das Vertrauen zwischen den Teilnehmern. Hier kann das bisher Erlernte bereits umgesetzt werden. Lernziele sind hier: Planung, effektive Kommunikation, Koordination von Einzelaktivitäten, Entscheidung für ein Vorgehen aufgrund der Vielfalt an möglichen Lösungen, Zeitmanagement, Umsetzen von Entscheidungen.

Nach jeder gemeinsamen Aufgabe im Wald, Gelände oder Höhlen gibt es Reflexionsphasen. Dort werden die Erfahrungen erzählt, die das Verständnis im Team auffrischen und auf den nächsten Workshopteil vorbereiten.

Stepstone

Steht im Outdoor-Teil noch der einzelne Teilnehmer und seine Motivation imVordergrund konzentriert sich im Indoor-Teil die Wertearbeit dann auf  den Arbeitsalltag.

  • Wo leben wir unsere Werte im Führungsalltag?
  • Wie müssen Instrumente verändert bzw. angepasst werden, um das neue Wertesystem zu unterstützen?
  • Wo können unsere Mitarbeiter die Werte erleben?
  • Wo können unsere Kunden die Werte erleben?
  • Gibt es Abläufe oder Verfahren (z. Bsp. Art und Weise, wie Entscheidungen getroffen werden), die aufgrund des neuen Wertesystems verändert werden müssen?
  • An welchen messbaren Indikatoren wollen wir in Zukunft fest machen, wie das neue Wertesystem gelebt wird?

Im Team werden diese Fragen beantwortet. Damit sie Ernst genommen werden, sollten sie von der Führungsebene vorgelebt und für die Mitarbeiter nachvollziehbar sein.

 

Fridolin Dietrich

Fridolin Dietrich

Markenberater bei Dietrich Identity
Der Diplom Kaufmann und Organisationspsychologe ist Günder von Dietrich Identity und verfügt über zwei Jahrzehnte internationale Praxiserfahrung in Industrie und Beratung. Sein Motto: "Wir verkaufen ein Produkt, dass jedes Unternehmen braucht, aber wenige haben. Echte Werte."
Fridolin Dietrich
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