Heute besitzt in etwa jedes zweite Dax-Unternehmen einen eigenen Corporate Blog und veröffentlicht mit einer durchschnittlichen Frequenz von 2 Artikeln pro Woche neue Inhalte für das World Wide Web.* Aber auch für KMU’s sind Blogs ein effizientes Instrument eine Vielzahl an Botschaften über eine Plattform zu steuern. Besonders erfolgreich sind Blogs dann, wenn Unternehmen über eine offene und transparente Unternehmenskultur verfügen. Denn wenn Unternehmensmanager Angst haben, firmeneigenes Wissen könnte zu leicht in fremde Hände gelangen, wird es schwierig. Auch wir konnten uns über unseren „Blog-Erfolg“ freuen. Im Zuge unseres eigenen Website-Relaunches von dietrichid.com haben wir unseren Fachblog corporate-identity-abc.de in die Agenturwebsite integriert. Die Zusammenführung beider Websites hat die Besucherzahlen unserer Webpräsenz von ca. 350/Monat auf ca. 1.700/Monat beinahe verfünffacht.

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Das Wort Blog stammt aus der Kombination Web und Log und erhielt so seinen Namen. Doch wird der Aufwand eines gut geführten Blogs häufig unterschätzt. Ein gut geführter Redaktionsplan, regelmäßiges Tracking und viel Interaktion sind einfache und kostenlose Schritte, seinen Blog erfolgreich zu machen…

Der Redaktionsplan

Der Redaktionsplan ist die Erfolgsbasis eines jeden Blogs. Er ist sozusagen der Plan der Content-Strategie. Er umfasst Verantwortlichkeiten, Termine und Themen und liegt häufig als Tabelle vor. Ein guter Redaktionsplan regelt:

  • Über welches Thema gebloggt wird
  • Wann der neue Artikel veröffentlicht wird
  • Wann der Inhalt fertiggestellt werden soll
  • Wer den Artikel verfasst
  • Gegebenenfalls wer den Artikel freigeben muss
  • Wird der Blog für SEO-Zwecke genutzt, können hier auch Keywords eingetragen werden, die der Artikel unterstützen soll

Tracking

Unter Tracking versteht man die Auswertung des Nutzerverhaltens einer Website. Ein Blogbetreiber kann so Informationen über das Verhalten seiner Leser erhalten. Mittels Tracking erhält man beispielsweise folgende Daten:

  • Wie viele Nutzer meinen Blog täglich besuchen
  • Wie lange der Nutzer durchschnittlich auf meinem Blog verweilt
  • Wie viele Seiten der Nutzer durchschnittlich bei einem Besuch öffnet
  • Wie viele wiederkehrende Nutzer meinen Blog besuchen
  • Welche Artikel mehr bzw. weniger gelesen wurden
  • Wie die Nutzer der Seite akquiriert wurden sprich z.B. über Google, einen Link oder einen Direktaufruf

Diese Analyse-Zahlen geben z.B. Auskunft darüber, welche Themen besonders gern gelesen werden, oder ob man es schafft die Leser durch einen interessanten Artikel-Vorschlag weiter auf der Seite zu behalten. Ein Tracking-Tool das sich hierfür einsetzen lässt ist z.B. Google Analytics.

Interaktion

Interaktion ist für viele Blogs ein wichtiges Thema. Zum einen wird durch Likes, Shares, Kommentare usw. die Reichweite des Blogs erhöht und so auch die Leserschaft erweitert. Zum anderen wirkt sich eine interaktive Beziehung zum Konsumenten (in diesem Fall Leser) auf das Involvement zur Marke/Unternehmen/Produkt aus. Involvement bezeichnet dabei das Engagement, mit dem er sich mit einer Marke/Unternehmen/Produkt auseinandersetzt. Umso mehr Interaktion umso mehr Auseinandersetzung mit der Marke. Beispielsweise die Community durch Abstimmungen am Blog teilhaben zu lassen oder Ihnen Raum für offene Diskussionen zu stellen können einen Blog interaktiver gestalten. Fachblogs bieten hier meist weniger Interaktionsspielraum als Konsumblogs, Karriereblogs, Freizeitblogs etc.

Fazit

Ein Blog ist eine Option den Kontakt zu potentiellen Kunden herzustellen. Hierbei lassen sich die Inhalte eines Blogs auch wunderbar in die Social-Media-Strategie einbinden. Vorteil dieser Kontaktform ist hier die Möglichkeit zur Interaktivität. Der Blog bietet auch die Option Markenbotschaften im Sinne der Markenidentität durch Artikel kontinuierlich zu transportieren. Hierbei kann der Blog eine zentrale, zielgruppenübergreifende Kommunikationsplattform darstellen. Ein mittelständisches Industrie-Unternehmen kann so beispielsweise Kunden, potentielle Kunden, Zulieferer und die Öffentlichkeit gleichermaßen kommunikativ erreichen. Vorteil ist hier auch, dass Leser nicht mit Kommunikationsbotschaften von Seiten des Unternehmens konfrontiert werden, sondern sich der Leser selbst die Inhalte aussucht, die er gerne lesen möchte. Durch eine Umstellung des Google-Algorithmus ist der Blog außerdem zu einem wichtigen Instrument in Puncto Google-Ranking geworden. Der Blog ist also hinsichtlich seiner Möglichkeiten weitaus vielseitiger als man zunächst erwarten mag.

 

*Quelle: Studie – Corporate Blogs 2014 von karrierebibel
Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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