Verlust vom Sinn der Arbeit – Das Debakel der Arbeitsteilung

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Blogbeitrag dreht sich um eine einzige Fragestellung:

 

Diese Frage stellt sich in jedem Leben mindestens einmal. Vor allem in Zeiten von Burn- und Bore-Out spielt diese Fragestellung eine zentrale Rolle. Aber auch die sogenannte Generation Y ist schon jetzt dafür bekannt Aufgaben in Frage zu stellen und Sinn in ihrer täglichen Arbeit zu suchen und hoffentlich auch zu finden. Diese eine Fragestellung „Was ist der Sinn meiner Arbeit“ nimmt mittlerweile einen so hohen Stellenwert ein, dass sogar sogenannte Sinnforscher unteranderem dieser Fragestellung nachgehen.

Aber warum ist diese Frage für uns so wichtig geworden?

Früher (sprich vor der Industrialisierung) mussten Menschen nicht nach dem Sinn ihrer Arbeit suchen. Grund dafür war unter anderem die fehlende Arbeitsteilung. Ein Produkt wurde also von Anfang bis Ende in der Regel von ein und derselben Person gefertigt. Sprich ein Schmied, schmilzt Eisen, hämmert, schraubt und schleift bis er am Ende ein fertiges Produkt in Händen hält. Durch die Industrialisierung wurden einzelne Tätigkeiten durch Maschinen ersetzt – die übrigen Tätigkeiten wurden in immer kleinere Arbeitseinheiten zerlegt. Heißt ein Arbeiter schmilzt Eisen, der Nächste hämmert, der Nächste schraubt, der Nächste schleift usw.

Die Produktionskette vor der Arbeitsteilung:

 

 

Die Produktionskette nach der Arbeitsteilung:

Der Arbeiter der Tag für Tag das Eisen schmilzt, wird also im schlimmsten Fall nie das fertige Produkt in Händen halten. Durch die Zerstückelung des Arbeitsprozesses in verschiedene kleine Arbeitseinheiten, wird der Arbeiter folglich nicht mehr in den gesamten Arbeitsprozess miteingebunden und kann so nicht mehr am Ergebnis seiner Arbeit teilhaben.

Hier schafft die Vision Abhilfe. Eine Vision ist sinnstiftend und bietet Orientierung und ist demnach in der Lage das Problem der verloren gegangenen Sinnhaftigkeit zu lösen.

„Willst du ein Schiff bauen, so rufe nicht Menschen zusammen, um Pläne zu machen… sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem endlosen Meer. Dann bauen sie das Schiff von alleine“Saint Exypéry in „Der kleine Prinz“.

Durch den gegebenen Sinn kann sich der Mitarbeiter wieder mit seiner Arbeit identifizieren, seine daraus gezogene Motivation treibt ihn zu Höchstleistungen an. Er möchte sich in seiner Arbeit perfektionieren und aktiv am Erfolg des großen Ganzen mitarbeiten. Leider ist es in der Regel der Fall, dass den Mitarbeitern eine Unternehmensvision „von oben auferlegt wird“ – selten werden verschiedene Mitarbeitergruppen in die Visionsfindung miteingebunden. Das finden wir sehr schade, denn es heißt nicht umsonst VisionsFINDUNG. Einen Sinn kann man nicht auferlegen, nicht vorgeben – man muss ihn suchen und finden. Darum halten wir auch die Einbindung verschiedener Mitarbeitergruppen in den Visionsfindungsprozess für die einzig sinnvolle Herangehensweise an dieses äußerst interessante und wirkungsvolle Thema.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
Andreas Lenz

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