„Da weiß ja keiner mehr wo oben und unten ist.“ oder „Wer hat sich denn den Plan ausgedacht?“. Läuft es einmal nicht mehr richtig, greifen Pläne und Maßnahmen nicht mehr, folgen in der Regel „Aufräumarbeiten“ im Management. Das ist insofern sinnvoll, denn wenn die Themen durcheinander geraten, dann verliert man nicht nur den Überblick, sondern auch das Ziel aus den Augen. Ein Sprichwort wird dann gerne bemüht:

Wenn Du nicht weißt, wohin Du willst, weißt Du nicht welchen Weg Du einschlagen sollst.

 

Wer dann wieder im Wettbewerb gewinnen will, muss also zuerst aufräumen, ordnen, schauen, wo man steht und welche Perspektive sich bietet. Der nächste Schritt ist dann logisch. Es ist das Nachdenken, wo man hinwill. Die Voraussetzung dafür ist, zu wissen, wer man ist und wer man sein möchte. Das ist die Phase in der eine Strategie entwickelt wird. Und in der die Identität und die Strategie sich die Hand reichen.

Sunzi, ein japanischer Stratege und General, schrieb bereits vor 2500 Jahren zur Strategie bei kriegerischen Auseinandersetzungen: „Wenn Du Dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht fürchten. Aber wenn du weder dich selbst kennst noch den Feind kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“  Sunzi erkannte schon damals, sich und den anderen kennen und erkennen sind der Schlüssel zum Erfolg.

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Monat für Monat. Über 4.000 mal. Auch in Gesprächen mit unseren Kunden stellen wir immer wieder fest, dass beim Begriff „Strategie“ weitreichende und unterschiedliche Interpretationen existieren. Da macht es Sinn sich einmal dem Begriff Strategie im Speziellen zu widmen und unseren Überblick zu formulieren.

Henry Mintzberg, Theoretiker des strategischen Managements, hat eine sehr weitreichende Definition entwickelt. Mit seinen 5 P´s for Strategy legt er fünf Begriffe fest, die Strategie aus unterschiedlichen Perspektiven interpretieren:

Plan – „Eine Strategie ist ein Plan im Sinne einer Ziel-Weg-Beschreibung. Dabei wird definiert, was das Unternehmen erreichen will und wie dies erfolgen soll.“

Pattern – „Strategie wird als ein Muster aufgefasst. Eine Vielzahl in der Vergangenheit getroffener Einzelentscheidungen ergeben zusammen ein konsistentes Muster. Sie werden nachträglich in einem Gesamtzusammenhang – die Strategie – gestellt.

Play – „Strategie als Spielzeug. Diese Vorstellung der Strategie wird dann eingesetzt, wenn es um den Wettkampf gegen Konkurrenten und die damit verbundenen Schachzüge geht.“

Position – „Diese Definition berücksichtigt die Verortung eines Unternehmens in seiner Umwelt – sprich die nach außen orientierte Stellung. Hauptaugenmerk ist die einzunehmende Markt- und Wettbewerbsposition bzw. die Nische, in die sich das Unternehmen hineinbegeben will.“

Perspective – „Strategie als Perspektive legt die Art und Weise fest, wie eine Organisation agiert. Sie lenkt den Blick der handelnden Personen hin zur großen Vision.“

Ein Plan regelt interne Abläufe in einem geschlossenen System, eine Strategie richtet den Blick nach innen und aussen.

Eine Strategie erfordert nicht nur die Auseinandersetzung mit Markt, Kunde und Mitbewerber, sondern eben auch mit sich selbst, der eigenen Organisation und den Menschen. Die Strategie beteiligt die Menschen in einer Organisation, denn die Menschen folgen den Zielen der Organisation. Sie setzen sie mit ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten um. Strategie fordert daher Identitäten und Identität. Daher ist für uns die Strategie im Kern auch Arbeit an der Identität.

 

Teil 2 mit einer genaueren Definition der strategischen Teilbereiche finden Sie hier.

Wenn wir Sie bei der Entwicklung einer Strategie unterstützen oder begleiten sollen, schreiben Sie uns hier. Mehr zu unseren Leistungen im Bereich Strategie finden Sie hier.

 

Fridolin Dietrich

Fridolin Dietrich

Markenberater bei Dietrich Identity
Der Diplom Kaufmann und Organisationspsychologe ist Günder von Dietrich Identity und verfügt über zwei Jahrzehnte internationale Praxiserfahrung in Industrie und Beratung. Sein Motto: "Wir verkaufen ein Produkt, dass jedes Unternehmen braucht, aber wenige haben. Echte Werte."
Fridolin Dietrich
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