Vision und Mission… und was bedeutet das eigentlich?

In den letzten Beiträgen ging es um die Themen Leitbilder und Werte.

In diesem Zusammenhang hören und lesen wir auf Webseiten oft die Begriffe Vision, Mission und Unternehmensphilosophie. Dahinter finden sich dann jedoch sehr eigenwillige Interpretationen und kreative Ansätze, die mit der wahren Bedeutung & Sinnhaftigkeit der Begriffe nichts zu tun haben. Potenzielle Kunden werden dadurch wohl eher verwirrt als zum Kauf motiviert. Darum gibt es heute nochmal kurz & knapp eine Übersicht – gleichzeitig stelle ich die Begriffe in einen sinnvollen und abgrenzenden Kontext zueinander.

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Das Leitbild

  • Basis für eine gelungene Ausrichtung und Strategie des Unternehmens zur Verbesserung des Images.
  • Schriftlich ausgearbeitete Erklärung über die grundlegenden Werte, Leitsätze und gegenseitigen Verpflichtungen im Rahmen der Zusammenarbeit.
  • Soll Mitarbeiter und Führungskräfte zur Erreichung der gemeinsamen Ziele Motivieren und das „Wir-Gefühl“ stärken. (Orientierungsfunktion, Identifikations- und Motivationsfunktion)
  • Sind Grundlage für Führungsleitlinien.
  • Wird idealerweise von einem Mitarbeiterteam entwickelt.

Die Vision

  • Beschreibt das zukünftige gewünschte Bild eines Unternehmens.
  • Gibt langfristige Ziele vor und geht über das Tagesgeschäft hinaus.
  • Zeichnet das Idealbild des Unternehmens.
  • Beantwortet folgende Fragen: Wo soll das Unternehmen in 5-10 Jahren stehen? Wo sollen dann die Schwerpunkte des Unternehmens liegen? Was will das Unternehmen erreichen?

Beispiel: „Eine Welt, in der erneuerbare Energien eine höhere Lebensqualität sichern, ist unsere Welt. Wir nutzen konsequent die unerschöpfliche Kraft der Sonne zur Stromerzeugung und gestalten damit die Energieversorgung von heute und morgen.“ (Phoenix Solar)

Die Mission

  • Erklärt den gesellschaftlichen Nutzen bzw. warum es das Unternehmen gibt.
  • Ist die Begründung für Mitarbeiter, warum sie ihr Talent in dieses Unternehmen investieren sollen.
  • Beantwortet folgende Fragen: Was ist der Sinn der Tätigkeit? Was sind die Aufgaben der Firma? Welchen Nutzen liefert man? Worin liegen die Kernkompetenzen? Worin besteht der Wettbewerbsvorteil ggü. der Konkurrenz (Stärken)?

Beispiel: „Gemeinsam Energie gewinnen. Unsere Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen bietet maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden. Unsere Kompetenz in Beratung und Systemtechnik überzeugt. Mit unserem Engagement schaffen wir Werte für unsere Kunden, Partner, Mitarbeiter und Aktionäre.“ (Phoenix Solar)

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Die Unternehmensphilosophie bzw. die Positionierung

  • Rundet das Leitbild ab und beschreibt die Grundsätze und Kernwerte des Unternehmens.
  • Richtet sich nach innen (Mitarbeiter) genauso wie nach außen (Kunden, Lieferanten, Partner, Banken, …).
  • Beantwortet folgende Fragen: Was sind die zentralen Werte des Unternehmens? Welche Wertevorstellungen vertreten Mitarbeiter, Eigentümer, Management und Führungskräfte? Welche Eigenschaften zeichnen das Unternehmen besonders aus?

Unser Selbstverständnis

„Solarpioniere prägen unser Unternehmen: So starteten wir als Phönix Solarinitiative bereits in den 90er Jahren. Heute verfügen das Management und unsere Mitarbeiter über mehr als zwei Jahrzehnte Praxiserfahrung in der Photovoltaik. Das ist unser Kapital. Gemeinsamkeit ist unsere Stärke: Kollegen aus allen Altersstufen verbinden traditionelle Werte mit neuen Ideen. Unsere Mitarbeiter stehen in ihren unterschiedlichen Projekten für Beständigkeit, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit. Nachhaltigkeit bestimmt unser Denken: Wir sind uns als Unternehmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung für den Klimaschutz bewusst. Wir vertreiben nicht nur Photovoltaiksysteme. Wir fördern auch den Einsatz von Photovoltaikanlagen bei unseren Mitarbeitern. Wir investieren in unsere Firmenstandorte und setzen uns eine CO2-neutrale Energieversorgung des Unternehmens zum Ziel.“ (Phoenix Solar)

Wichtig dabei:

Unternehmensvision, Mission und Ziele müssen zusammenpassen und glaubwürdig sein!

Dabei darf auch der Realitätsbezug nicht fehlen. Doch bitte nicht vergessen: Die Entwicklung ist ein Prozess, der Zeit braucht und erfahrungsgemäß am besten von einem erfahrenem Prozessbeteiligtem begleitet wird, um ein zielführendes Ergebnis sicher zu stellen.

 

 

 

Stefanie Schatz

Stefanie Schatz

Beraterin bei Dietrich Identity
Ihren Magister in Sprachwissenschaften und Psychologie hat sie um ein Diplom als PR-Beraterin erweitert. Heute teilt Stefanie Schatz ihre Erfahrungen auch als Dozentin an diversen Akademien.
Stefanie Schatz
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