Aus dem Land der Mitte

(Quelle: Bild 1,2 und 3: www.chinatours.de)

Ein Land, 9,6 Millionen Quadratkilometer Fläche, ca. 1,34 Milliarden Einwohner in 22 Provinzen. Allein in der Hauptstadt leben 20 Millionen Menschen. China ist ein Land, mit dessen Dimensionen manch ein Europäer nicht zurecht kommenwird. Doch so riesig das Land der Mitte auch ist, wissen wir doch so wenig über den weit entfernten Riesen-Staat. Heute zeigen wir euch drei chinesische Unternehmen die in Zukunft auch Richtung Westen eine bedeutendere Rolle spielen könnten.

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1. Alibaba

Die meisten haben wahrscheinlich vom chinesischen Onlinehändler Alibaba erst vor kurzer Zeit gehört, denn Alibaba könnte in absehbarer Zeit für den größten Börsengang der Finanzgeschichte verantwortlich sein. Über 21 Milliarden Dollar möchte der Internetriese bei seinem Börsenstart einsammeln. Durch Zusatzrechte von Investmentbanken könnte sogar die aktuelle Rekordsumme von 24,3 Milliarden Dollar geknackt werden.

248 Milliarden Dollar wurden vergangenes Jahr über den Onlinehändler umgesetzt, dabei wurden Produkte an ca. 300 Millionen Kunden verkauft. Hinter dem chinesischen Handelsimperium steht ein Mann, ein Visionär – Jack Ma. Als der ehemalige Englischlehrer keinen Job fand, gründete er seine eigene Firma in einer kleinen Wohnung – einige Jahre später ist er der reichste Mann Chinas. 9,4 Milliarden Dollar zählt der Ex-Lehrer zu seinem Vermögen. Der chinesischen Superreiche fällt dadurch immer wieder durch seinen außergewöhnlichen Charakter auf. Nicht selten kommt er verkleidet zu Präsentationen oder anderen Anlässen – mal als Kung-Fu-Kämpfer, mal als Arnold Schwarzenegger oder sogar als Lady Gaga, verrückt will man meinen. Trotz aller Verrücktheit wird dem Unternehmer eine perfekte Mischung aus Geduld und Risikobereitschaft nachgesagt. Auch mit seinen Mitarbeitern hegt er einen extrem innovativen Umgang, so kam es durchaus schon vor, das Mitarbeiter von der Rezeption ins Management geholt wurden. So unbekannt der Onlinehändler im Westen auch ist, steht er trotzdem auf einer Augenhöhe mit dem Megahändler aus dem Westen – Amazon.

2. Xiaomi

Ebenso unbekannt in Europa wie Alibaba ist der Smartphone-Produzent Xiaomi. Dabei ist auch dieser bereits mehrere Milliarden schwer. Die Firma wurde erst 2010 von Unternehmensführer Lei Jun gegründet und nur 3 Jahre später die Position als Marktführer in China eingenommen. Die Erfolgsformel des Unternehmens scheint darin zu bestehen, besonders günstige Hig-End-Produkte herzustellen die, für die wachsende und aufstrebende Mittelschicht Chinas, erschwinglich sind. Die Strategie ging auf und Xiaomi nennt sich nun den größten Smartphonehersteller Chinas, obwohl er sich gegen globale Größen wie Samsung, HTC und Apple durchsetzen muss. Auch hinter Xiaomi steht ein Visionär. Ein Visionär wie Steve Jobs. Steve Jobs war nicht nur größtes Vorbild von Firmengründer Lei Jun sondern scheinbar auch der Orientierungspunkt für den rasanten Aufstieg des Unternehmers. Vor allem seine Produktpräsentation, sein persönliches Auftreten und die Xiaomis Flagshipstores erinnern stark an die Applelegende.

3. ICBC

ICBC – Industrial and Commercial Bank of China ist die größte Bank der Welt. Laut der Forbes-Global-2000-Liste wurde die chinesische Bank nicht nur als größte Bank sondern als größtes Unternehmen der Welt bewertet. Der mächtigste Konzern der Welt beschäftigt 427.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet gut ein Drittel der Gewinne, die weltweit von den 1.000 größten Bankhäusern der Welt eingebracht wurden. Die Bank befindet sich zu rund 75% in Staatsbesitz. Den höchsten Börsenwert konnte die Staatsbank im November 2007 durch das rasante wirtschaftliche Wachstum Chinas erziele. Dabei brachte es ICBC auf sage und schreibe 374 Milliarden Dollar Börsenwert.

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Junior Berater bei Dietrich Identity
Der Diplom-Kommunikationswirt und Bachelor-Absolvent in Management & Marketing unterstützt die Berater im Projektmanagement von Identitäts- und Markenprojekten. Sein Spezialgebiet sind Projekte rund um die digitale Transformation.
Andreas Lenz
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