Employer Branding – Der Kampf gegen den Fachkräftemangel

Die Bundesagentur für Arbeit analysiert zweimal jährlich den Fachkräftemangel in Deutschland – ein Problem, dass seit geraumer Zeit wieder in aller Munde ist. Zwar ist laut der aktuellsten Studie „kein flächendeckender Fachkräftemangel in der Bundesrepublik festzustellen“, jedoch in bestimmten Regionen oder Berufsbildern deutliche Mangelsituationen vorhanden.

Ganz besonders vom Fachkräftemangel betroffen sind Gesundheits- und Pflegeberufe – bundesweit. Aber auch Technische Berufe haben Schwierigkeiten mit ihrem Fachpersonal, so ist es z.B. in den Bereichen Automatisierungs- und Energietechnik sehr schwer Fachstellen neu zu besetzen.

Nehmen wir als Beispiel die Fachkräfte der Gesundheits- und Krankenpflege. Laut der Bundesagentur für Arbeit konzentriert sich dieser Personalmangel in erster Linie auf examinierte Fachkräfte und Spezialisten. Bei Fachkräften aus Gesundheit- und Krankenpflege beträgt die Vakanzzeit (die Zeit wo eine offene Stelle unbesetzt ist) im bundesweiten Durchschnitt 120 Tage. Somit ist eine offene Stelle 46 Tage länger unbesetzt als im Gesamtschnitt. Des Weiteren kommen auf 100 gemeldete Arbeitsstellen nur 84 Arbeitslose. Die Zahlen belegen den akuten Fachkräftemangel der Branche. Diese oder eine ähnliche Situation findet sich in nahezu allen deutschen Bundesländern wieder.

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeitsmarkt in Deutschland – Fachkräfteengpassanalyse – Juni 2014, Nürnberg, 2014.)

Eine Maßnahme um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist das sogenannte Employer Branding. Dabei versucht ein Unternehmen sich durch Marketing- und Brandingmaßnahmen als attraktiver Arbeitgeber im Arbeitsmarkt zu positionieren und sich von konkurrierenden Arbeitgebern abzuheben. Vor allem Innovationsgetriebene Unternehmen sichern sich so den Zugang zu Experten und den Talenten von Morgen.

Ein gelungenes Konzept einer Arbeitgebermarke sorgt aber nicht nur für besseren Zugang zu Fachkräften, sondern fördert auch die Identifikation mit dem Unternehmen und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Darüber hinaus wirkt sich aktives Employer Branding auf die Mitarbeiterrekrutierung, Mitarbeiterbindung, auf das Talent Management, die Unternehmenskultur und das Image der eigenen Marke/Unternehmen aus.

Wie Identifikation und Motivation zusammen hängen, lesen Sie in diesem älteren Blogbeitrag.

Ein Ranking der 100 beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands wurde dieses Jahr im „tendence Graduate Barometer 2014“ veröffentlicht. Platz 3 belegt Volkswagen, zweitbeliebtester Arbeitgeber ist der Wettbewerber aus Ingolstadt Audi. Beliebtester Arbeitgeber Deutschlands sind mit einem knappen Vorsprung die Bayerischen Motoren Werke (BMW). Das Podest teilen sich also drei deutsche Automobilhersteller. Das erste ausländische Unternehmen auf der Liste der beliebtesten Arbeitgeber ist der Internetriese Google auf Platz 7.

Hier geht’s zum aktuellen Arbeitgeber-Ranking.

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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