Das Logo, ein Basiselement des Corporate Designs. Als grafisches Symbol der Marke eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Produktes nimmt es einen wichtigen Stellenwert ein und ist dem Wandel der Zeit und des Marktes unterworfen. Insbesondere wenn die Erfolgszahlen der Marke rückläufig sind, arbeiten Unternehmen gerne an ihrem äußeren Erscheinungsbild, um wieder die Attraktivität für ihre Zielgruppe zu steigern. Hierbei gibt es zwei unterschiedliche Wege, die Sie einschlagen können. Welche, erfahren Sie im heutigen Blog-Artikel. 

Das Logo einer Marke

Allgemein unterscheidet man zwischen Wortmarke, Bildmarke und Wort-Bild-Marke. Eine starke Marke muss dabei aber weder äußerlich gefallen, noch auffallen, damit sie vom Kunden gekauft oder genutzt wird. Ganz so einfach ist das (leider) nicht. Denn Gefallen oder Nicht-Gefallen hängen ganz von eigenen Präferenzen ab. Das heißt, was mir gefällt, findet der Andere nicht unbedingt ansprechend und anders herum. Um eine attraktive, erfolgreiche und vor allem glaubwürdige Marke aufzubauen, muss man einige Schritte vor dem Logo ansetzen. Und die beziehen sich vor allem auf die Identität des Unternehmens.

Merkmale eines Logos

Soweit so gut, aber ein paar Charakteristika für ein Logo existieren dennoch: Es sollte einfach und einprägsam sein (Wiedererkennbarkeit). Im Idealfall lässt sich mit dem Logo eine Metapher bzw. Geschichte vom Unternehmen bzw. der Marke erzählen. In Zeiten der Digitalisierung muss es zudem auch für das Web kompatibel sein (z.B. in Form von Miniaturisierungen per Favicon).

Logo Anpassungen

Die Basis einer erfolgreichen Marke ist ihre eindeutig zuordnenbare Identität. Ihr Erscheinungsbild ist aber nur ein Teil der Markenidentität. Und das Logo ist wiederum nur ein Teil des äußeren Erscheinungsbildes. Bevor man also das Logo anpasst, muss mithilfe eines Corporate Identity Prozess erst genau definiert werden, was die Einzigartigkeit eines Produktes oder eines Unternehmens ausmacht.

2 Wege: revolutionär und evolutionär

Bei Neu- oder Repositionierungen kann das Unternehmen einen evolutionären oder revolutionären Weg gehen. Der evolutionäre Ansatz bedeutet nicht zwingend eine Veränderung der Markenpositionierung, aktualisiert aber bestimmte Marketinginstrumente (z.B. Produktverpackungen). Die direkte Konfrontation mit Wettbewerbern steht hier nicht im Vordergrund, sondern vielmehr die grundsätzliche Übernahme von bestehenden Funktionen. Es wird sich stark an bereits gültigen Wettbewerbsgrenzen orientiert. Bezogen auf das Logo bedeutet das, meist das gleiche Farbklima und Optik, ein leicht verändertes oder verstärktes Symbol, aber eben eine gleichbleibende Positionierung. Bekannte Beispiele finden Sie hier bei Allianz oder VOX.

Das revolutionäre Konzept setzt auf Veränderung bei den gültigen Spielregeln am Markt und stellt bislang gehaltene Markenpositionerungen grundsätzlich in Frage. Das heißt, das Unternehmen versucht mithilfe einer offensiven Haltung den bisherigen Auftragsbereich zu erweitern; der bisher realisierte Nutzen verändert sich. Das Logo erhält beim Rebranding in den meisten Fällen ein neues Farbklima, neue Formen und Optik sowie eine neue Symbolik.

Welcher Weg ist dabei der richtige?

Logo

Dietrich Identity wurde vor kurzem einmal mehr beauftragt, eine neue Positionierung zu konzeptionieren. Das vorgestellte Kommunikationskonzept beinhaltete sowohl einen revolutionären als auch evolutionären Ansatz; der Kunde entschied sich für den zuletzt genannten Weg. Grund hierfür: Die Branche hat momentan mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. In diesem Fall fehlt dem Unternehmen für mutige revolutionäre Veränderungen die Rechtfertigungsgrundlage vor Mitarbeitern und Kunden.

Was bedeutet das nun für die Veränderungsprozesse? Es existieren eine Vielzahl an individuellen Faktoren, die bei so einer Entscheidung berücksichtigt werden müssen. Jedoch sollte eine Veränderung immer mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Expertise durchgeführt werden, da es sonst leicht zu ungewollten (internen und externen) Folgen kommt.

Wenn Sie Unterstützung in Ihrer Markenarbeit brauchen, um sie für die Zukunft fit zu machen, wenden Sie sich gerne an DIETRICH IDENTITY!

Johanna Schubert

Die Soziologin und Kulturwissenschafterin mit psychoanalytischen Schwerpunkt erweitert das Team von DIETRICH IDENTITY mit einem Traineeship. Sie unterstützt mit ihren analytischen Fähigkeiten und viel Engagement bei Projekten der strategischen Image- und Markenberatung.
Johanna Schubert
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