Heute zum Thema Markeneintragung

Von A wie Apple über L wie Lego bishin zu Z wie Zippo. Weltweit gibt es über 900.000 registrierte Marken. Dabei sind viele noch sehr jung, einige aber auch schon unglaublich alt.

Das älteste in Deutschland eingetragene Markenzeichen ist bereits seit über 100 Jahren registriert. Zwei überkreuzte Schwerter stehen seit 1895 symbolisch für die Staatliche Porzellan-Manufaktur 

Meissen. Dabei wurde die Eintragung der Marke bereits  20 Jahre zuvor – 1875 beantragt. Gegründet wurde das Unternehmen allerdings vor über 300 Jahren in 1710.

(Das Video zeigt die 300-jährige Geschichte der Porzellan-Marke – zum ansehen einfach klicken)

 

Heutzutage ist für die Prüfung und Eintragung von Marken und Markenzeichen in Deutschland das „Deutsche Patent- und Markenamt“ (kurz: dpma) verantwortlich. Zur Anmeldung einer Marke im Deutschen Patent- und Markenamt wird in 8 bekannte Markenformen unterschieden:

  1. Wortmarke
  2. Bildmarke
  3. Wort-Bildmarke
  4. Farbmarke
  5. Hörmarke
  6. Dreidimensionale Marke
  7. Kennfadenmarke
  8. Sonstige Marke

Auf europäischer Ebene dient European Trade Mark and Design Network (kurz: tmdn)  als Rechercheplattform für 27 EU-Mitgliedsstaaten, dabei kann man seine Suche allerdings auch auf verschiedene Markenämter (Bsp. dpma in Deutschland) eingrenzen. Denn bei 8,5 Millionen in Europa eingetragenen Marken lässt sich schnell der Überblick verlieren. Dabei handelt es sich um nationale, internationale und regionale Marken.

Von der Deutschen Telekom AG sind im TMview beispielsweise 2.145 eingetragene Marken zu finden.  Am Beispiel der Telekom zeigen wir die 8 verschiedenen Markenformen.

1. Wortmarke

Die Wortmarke kann aus einem einzelnen oder mehreren Wörtern bestehen. Aber auch ganze Sätze, Claims oder Slogans können als schutzfähige Marke eingetragen werden.

2. Bildmarke


Als Bildmarke werden alle grafischen Darstellungen ohne Wortanteil verstanden. Grundsätzlich besitzen sämtliche Abbildungen Schutzfähigkeit.

3. Wort-Bildmarke

Die Wort-Bildmarke ist die Kombination aus Wort und Bild. Die Eintragung dieser Markenform bezieht sich konkret auf die grafische Darstellung.

4. Farbmarke

Man unterscheidet generell in Einfarbenmarken und Mehrfarbenmarken. Die Eintragung einer Farbe oder einer Farbkombination ist allerdings nur in wenigen Fällen möglich. Sie muss beispielsweise dem Unternehmen eindeutig zuordenbar sein und über eine überdurchschnittliche Bekanntheit verfügen.

5. Hörmarke

Die Hörmarke ist ein akustisches Markenzeichen. Den hier abgebildeten Telekom-Jingle sollte wohl jeder von Ihnen kennen. Eine Hörmarke kann aus einem einzelnen Ton, einer Tonfolge, einer Melodie, einem Klang oder Geräusch, Lauten oder Stimmen bestehen.

6. Dreidimensionale Marke

Als Marke können in verschiedenen Fällen auch dreidimensionale Formen registriert werden. Man unterscheidet dabei zunächst in produktabhängige und produktunabhängige Formen.

7. Kennfadenmarke


Eine Kennfadenmarke besteht aus Fäden oder Streifen die beispielsweise in Kabeln, Drähten oder Schläuchen eingearbeitet sind. Die Kennfadenmarke ist oftmals das einzige Unterscheidungsmerkmal derartiger Produkte. Unter der Deutschen Telekom AG ist allerdings keine Kennfadenmarke angemeldet. Als Beispiel dient uns eine Kennfadenmarke der kabelmetal electro GmbH.

8. Sonstige Marke


Sonstige Marken sind alle Markenzeichen, die keinem der vorangeführten Markenformen zugeordnet werden kann. Beispiele hierfür sind haptische Marken oder Geruchsmarken.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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