Warum auch Stiftungen eine starke Marke brauchen

Deutschland ist ein Land der Stiftungen. Insgesamt gibt es in Deutschland über 20.000 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts – Tendenz steigend. Deutschland ist somit der zweitgrößte Stiftungssektor der Welt – nach den vereinigten Staaten. Allein letztes Jahr wurden 599 neue Stiftungen gegründet. Dabei kann man unterscheiden in gemeinnützige Stiftungen, Familienstiftungen oder Unternehmensstiftungen. Es gibt aber auch kirchliche Stiftungen, Bürgerstiftungen oder Stiftungen des öffentlichen Rechts. Sie können einen fördernden oder einen operativen Nutzen haben. Ihr Engagement zeigen sie z.B. auf den Tätigkeitsfeldern der Entwicklungshilfe, Pflege, Opferhilfe, Kulturförderung, Medizin, Religion, Tierschutz, Naturschutz – um nur einige davon zu nennen. Laut dem Deutschen Spendenrat spendet der durchschnittliche Deutsche zwischen 26 und 30 Euro und das 4,7 mal im Jahr. Doch wie entscheiden, bei einer solch großen Auswahl? Das immense Überangebot an Stiftungen wird z.B. durch den „Stiftungsfinder“  des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen deutlich.

 (Quelle: www.stiftungen.org)

Stiftungen verfolgen einen guten Zweck. Dabei werden meist Geldspenden gesammelt, um teure Projekte in verschiedenen Bereichen zu finanzieren. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Motive oder Tätigkeitsfelder von Stiftungen. Von Kinder- und Jugendstiftungen bis hin zur Krebsstiftung werden zum Teil Millionenschwere Projekte gestemmt.

 

 (Quelle: www.stiftungen.org)

Wachsende Wettbewerbe innerhalb eines Tätigkeitsfeldes sind hierbei nicht ausgeschlossen. So müssen sich Spender und Förderer, die in einem bestimmten Tätigkeitsfeld aktiv werden wollen zwischen unterschiedlichen Stiftungen entscheiden. Dabei ist die Stiftungsdichte in verschiedenen Bereichen oft sehr hoch – die Trennlinie zwischen einzelnen Stiftungszwecken oft nur schwer zu erkennen. Ein klares und eindeutiges Profil hilft die Entscheidung zu erleichtern.

Darum wird eine handfeste Identität bzw. eine klare Marke auch für Stiftungen und Spendenorganisationen in Zukunft der Schlüssel zum Projekterfolg sein. Tätigkeitsfelder, Kompetenzen und Stiftungsvision müssen auf den Punkt gebracht formuliert werden.fil hilft die Entscheidung zu erleichtern.

Im Mittelpunkt einer Stiftungsmarke steht das Vertrauen zu Spendern und potentiellen Förderern. Ein transparenter Einblick in die Stiftungsprojekte und –erfolge ist dabei ebenso wichtig, wie ein kontinuierlicher und ehrlicher Dialog zu Spendern und Förderern.  Spenden und Wohltaten sind Identifikationssache. Gespendet wird nur dann, wenn man sich mit der Stiftung bzw. den Werten der Stiftung identifizieren kann.

Aber genau weil das Vertrauen und die Identifikation so einen hohen Stellenwert einnimmt, muss genau darauf geachtet werden, dass das interne und externe Image absolut kongruent sind. Wenn die Markenidentität aber inkonsistent ist und eine weite Kluft zwischen Selbst- und Fremdbild klafft, bedeutet das einen enormen Vertrauensbruch und letztendlich den Verlust zahlreicher Spender und Förderer.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Junior Berater bei Dietrich Identity
Der Diplom-Kommunikationswirt und Bachelor-Absolvent in Management & Marketing unterstützt die Berater im Projektmanagement von Identitäts- und Markenprojekten. Sein Spezialgebiet sind Projekte rund um die digitale Transformation.
Andreas Lenz
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