Wenn Weihnachten eine Marke wäre…

Wenn Weihnachten eine Marke wäre, wäre es wohl die Lovebrand Nr.1. Da liegt sogar Apple und Co. weitab der Beliebtheit dieser einen stillen, heiligen Nacht. Für eine Apple-Neuheit mögen sich vielleicht Millionen von Menschen vor den Stores tummeln um eines der ersten iPads, -Pods, oder -Phones zu ergattern. Na und? Weihnachten versetzt Jahr um Jahr den halben Globus in wochenlange Aufregung, gefolgt von ein paar besinnlichen Tagen. Es werden Plätzchen gebacken, tonnenweiße Geschenke gekauft, Schaufenster und Bäume geschmückt und Abermillionen von Euros verprasst. Da wirkt eine Nacht vor dem Applestore nahezu erholsam. Doch die Macht und Wirkung von Weihnachten besteht nicht grundlos. Die „Marke“ kann sich auf eine über 2000-jährige Unternehmensphilosophie stützen. Mit dem bekannten Christkind als Testimonial werden die Markenwerte still und heilig perfekt transportiert. Jahrhunderte lange Wiederholung des Festes sorgen für Routine und ausreichend Bekanntheit. Durch geschicktes Storytelling rund um Christkind und Weihnachtsmann wird die Marke mit Leben gefüllt und anfassbar gemacht.

Doch nun mal Spaß bei Seite. Zumindest in Amerika steckt mehr Marke in Weihnachten als man vielleicht zuerst denken mag. Vor langer Zeit kam mit den Holländern, der in Deutschland als Nikolaus bekannte, Sinterklaas  ins amerikanische Nieuw-Amsterdam. Die Optik des neuen, amerikanischen Weihnachts-Testimonials wurde von einem der bekanntesten Cartoonisten Thomas Nast kreiert, der auch für die Erschienung von Uncle Sam verantwortlich war. Nun kommt die Marke ins Spiel. Viele Jahre später im Jahr 1963 wurde der Cartoonist Haddon Sundblom vom bekannten Getränkehersteller Coca Cola dazu beauftragt, den Weihnachtsmann „anfassbarer“ zu gestalten. Aus dem heiligen, frommen Sinterklaas, wurde ein fröhlicher, gütiger, vergnügter, pummeliger Weihnachtsmann, der durch Schornsteine huscht und mit einem von Rentieren gezogenen Schlitten durch die Lüfte fliegt. Das die Tunika des Weihnachtsmannes farblich zum Corporate Design des Getränkeherstellers passt ist für diesen vielleicht erfreulich aber dennoch ein Zufall, denn die Farbgebung des bärtigen Mannes war schon vor dem „Coca-Cola-Relaunch“ in rot und weiß gehalten.

Euer Blogger-Team wünscht in diesem Sinne allen Leserinnen und Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit, sowie ein frohes Fest und erholsame Feiertage.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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