Wo die Welt auf kriegerische Auseinandersetzungen, Migration und klimatische Veränderungen zusteuert. Wo das gesellschaftliche Zusammenleben diffundiert und Menschen sich im Internet verlieren. Wo Präsidenten Politik per Social Media machen und Wählerentscheidungen über soziale Netzwerke beeinflusst werden.

Ist da nicht wieder Kultur willkommen?

Aber was ist Kultur überhaupt? Und was bedeutet das im Speziellen für die Kultur in Ihrem Unternehmen? Vielleicht das, was das Lebewesen zum Menschen macht.

Die vielleicht älteste Deutung, sieht Kultur als Gegensatz zur Natur, die menschlich unbeeinflusst ist.

Der Begriff Kultur ist positiv besetzt, aber es gibt jede Menge Definitionen.

Kultur bedeutet hinterfragen, erforschen, analysieren, verarbeiten, definieren und dokumentieren. Insofern sind auch Identitätsarbeit, Image- und Designanalyse und unsere gesamte Arbeit im Rahmen des Brandings eine Form von Kultur.

Dem neutralen Leser dieses Blogs mag Kulturarbeit als vorrangige Aufgabe der Kulturlandschaft der Museen, Forschungseinrichtungen, öffentlichen Institutionen oder Kulturmedien erscheinen.

Das erleben wir anders. Die Unternehmenskultur erkundet Charakter und Mentalität einer Organisation. Sie geht der Art und Weise der Zusammenarbeit auf den Grund, fordert Leitlinien des Umgangs untereinander und definiert gemeinsame Werthaltungen, die sich langfristig zu einem „Wir-Gefühl“ entwickeln können.

Ein Wir-Gefühl im Unternehmen erreichen Sie nicht über ein neues Logo.

Sondern nur, wenn sie mit den Mitarbeitern eine gemeinsame Basis für dieses Wir-Gefühl schaffen. Diese Basis sollte (nicht muss) von allen Mitarbeitern in Schritten erst verstanden,  dann akzeptiert und gefördert werden, damit sie der Unternehmenskultur letztlich auch Raum geben können.

Kultur braucht Raum. Raum braucht Kultur.

Trotz Digitalisierung, New-Work, flexiblen Arbeitszeiten. Unternehmen werden immer den einen „Raum“ haben, in dem alle zusammen kommen. Und dieser „Raum“ braucht Kultur um das Zusammenarbeiten zu erleichtern und das Zusammengehörigkeitsgefühl, die „Familie“ zu fördern. Wo stehen Sie da mit Ihrem Unternehmen?

Fragen Sie sich doch einmal:

  1. Welche grundlegende Orientierungsmuster sowie erlernte soziale Grundnormen haben wir? Das sind zum Beispiel Aspekte zur Gründungsgeschichte und der beteiligten Personen. Welche Episoden der Unternehmensgeschichte sind allen bekannt? Welche Personen („HeldenInnen“) werden im Unternehmen verehrt? Welche besondere Ereignisse oder Meilensteine gab es?
  2. Welche Verhaltensstandards, die sich aus diesen Orientierungsmustern entwickelt haben, sind allen bekannt? Welche Werte prägen die Zusammenarbeit? Welche Tugenden werden geschätzt? Was ist absolut tabu oder wird gar sanktioniert? Oder wie gehen die Mitarbeiter miteinander um?
  3. Und welche Symbole gibt es in Ihrem Unternehmen, die dieser Kultur Raum geben? Welche Symbole werden verwendet? Wie sind die Mitarbeiter gekleidet? Wie sind Räumlichkeiten gestaltet? Welche Rituale (Jubiläen, Betriebsfeiern, Auszeichnungen) gibt es?

Gerade wenn es an die Verhaltensstandards geht, erleben wir oft eine kulturelle Diaspora in Unternehmen. Werte gibt es. Aber selten prägen Sie das Handeln im Unternehmen. Weil Sie entweder kaum jemand wirklich kennt, noch weiß, was sie für seinen Arbeitsalltag bedeuten.

Wollen Sie mehr über unsere Kulturarbeit für Unternehmen erfahren? Melden Sie sich gerne bei mir.

Fridolin Dietrich

Image- und Markenberater bei Dietrich Identity
Der Diplom Kaufmann und Organisationspsychologe ist Gründer von Dietrich Identity und verfügt über zwei Jahrzehnte internationale Praxiserfahrung in Industrie und Beratung. Sein Motto: "Ein Logo ist ein Kennzeichen. Eine Marke hat Werte und Haltung."
Fridolin Dietrich

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