Es scheint wie eine Ewigkeit her.

In einer Zeit vor den Präsidenten Donald Trump, Barack Obama und George W. Bush erfanden die Wahlkampfstrategen von Bill Clinton 1992 einen Slogan, der Geschichte machte: „It’s the economy, stupid!“. Mit diesem Wahlkampf-Slogan gewann Bill Clinton 1992 die US-Präsidentschaftswahlen. Und das, obwohl der damalige Amtsinhaber George Bush ein Jahr davor – kurz nach der Invasion im Irak – noch Zustimmungswerte von 90 Prozent erhalten hatte.

In „It’s the economy, stupid!“ fokussierten die Strategen die Wirtschaft als das entscheidende Thema.

Ist Haltung aktuell das entscheidende Thema?

Nun hat die Hubert Burda Media eine aktuelle Studie zu dem Thema „Was macht Marken unverzichtbar und einzigartig?“ mit über 1000 Teilnehmern durchgeführt und dabei auf die besondere Rolle der Haltung von Marken fokussiert.

Ergebnis? 66% glauben, dass die Haltung einer Marke heute ihr Image entscheidend prägt.

Haltung ist damit in die TOP 5 der imageprägendsten Einflüsse geklettert.

  • Platz 1 sind die Produkterfahrungen (84%),
  • Platz 2 die öffentliche Meinung (81%),
  • Platz 3 das Kommunikationsverhalten (76%) und
  • Platz 5 die Meinung der Familie und Freunde (63%).

In einer Umkehrfrage würden 64% der Befragten Marken, deren Haltung nicht mit Ihren Werten übereinstimmt, mit Nichtkauf boykottieren.

Eines zeigt sich: Mit Haltung zu gesellschaftlichen und umweltpolitischen Themen lässt sich differenzieren und Aufmerksamkeit und Vertrauen gewinnen. Haltung ist den Menschen wichtiger denn je geworden. Nur wo wird Haltung bei Marken erkennbar?

Auskunft gibt eine Studie von uns zum Thema Marke und Nachhaltigkeit aus dem vergangenen Jahr. Bereits dort kam heraus, dass zum Beispiel Nachhaltigkeit für alle Befragten hohe Relevanz besitzt.

  • 96 % aller Befragten geben an, dass ihnen Nachhaltigkeit im Allgemeinen wichtig ist.
  • 87%, dass ihnen ebenfalls Unternehmen und Geschäfte mit nachhaltigen Hintergrund wichtig sind.
  • 72 % der Befragten stimmen zu, dass Nachhaltigkeit Kern der Unternehmensstrategie werden sollte.

Und 80 %* der Befragten stimmen zu, dass Nachhaltigkeit über die Werte in der Marke verankert werden sollte.

Mit „It’s the values, stupid!“ wird das Thema Haltung auf die Werte fokussiert.

Wir bei Dietrich Identity lieben Werte. Wir fragen unsere Kunden nicht nur, „was“ sie „warum“ machen, sondern auch „wie“. Die echten Markenwerte spiegeln die innere Kultur und die Stärken der Organisation wider. Sie ändern sich in der Regel eher behutsam und das ist auch gut so, denn sonst wären diese Werte nicht glaubhaft. Anpassungsfähigkeit darf dabei nicht zu Lasten der Authentizität einer Marke gehen. Mehr dazu in meinem Beitrag „Müssen Markenwerte differenzierend sein?

Die Pandemie beschleunigt alles.

Unsere Welt ist mit der Covid-19-Krise eine andere. Das „New Normal“ wird durch eine „New Decade“ ersetzt. Denn wir verändern uns ganzheitlich – sozial, ökonomisch und ökologisch. Diese dynamische Umwälzungen beeinflussen auch die Haltungen von Menschen. Haltungen, die sich auf neue Möglichkeiten einstellen und entsprechend angepasst werden. Je umfangreicher und länger diese Veränderungen sind und damit auch das unternehmerische Agieren beeinflussen, desto klarer werden sich auf dieser Ebene auch Werte verändern. Werte, die wesentlich unser Verhalten beeinflussen.

Die Marken werden sich auf diesen Wandel gut einstellen, wenn sie dabei nicht die eigene Identität verlieren.

Wer seine (Marken-)Identität kennt, wird sich nicht verbiegen müssen. Wer seine Werte kennt, wird selbstbewusst leben können. Wer seine Werte lebt, wird Haltung zeigen, denn Haltung hat neben der eigenen Grundeinstellung auch etwas mit Körperhaltung zu tun. Wie heißt es so schön: „Rückgrat bestimmt die Haltung.“

Fridolin Dietrich
Letzte Artikel von Fridolin Dietrich (Alle anzeigen)
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.