Feelgood-Management – Die Work-Life-Balance im Mittelpunkt

Die Arbeitssituation in Unternehmen unterzieht sich derzeit einem starken Wandel. Der Arbeitsalltag der deutschen Arbeitnehmer hat sich deutlich beschleunigt. Mehr Arbeit in weniger Zeit. Mehr Arbeit mit weniger Kollegen. Hinzu kommt, dass heutige Arbeitsprozesse weitaus komplexer sind als früher. Viele Personaler sehen hierfür zum einen die stattfindende Globalisierung, zum anderen die multimediale Kommunikationsüberflutung verantwortlich. Ein weiterer belastender Faktor für viele Arbeitnehmer ist die Überschneidung von Arbeits- und Privatleben. Es ist scheinbar Routine für viele Unternehmen geworden, immer mehr von seinen Arbeitnehmer abzuverlangen, dafür jedoch nicht bereit zu sein mehr zu geben. Diese Veränderung des Arbeitsalltags ruft ein neues, noch sehr junges Berufsbild hervor: Den Fellgood-Manager. Vor allem junge, dynamische, innovative Unternehmen greifen auf seine Dienste zurück.

Was genau versteht man unter Feelgood-Management?

Ein gesundes „Wir-Gefühl“ und ein Management, das sämtliche Mitarbeiter wertschätzt, sorgt für selbstbewusste, kreative, innovative und vor allem motivierte Mitarbeiter. Die Mitarbeiter können sich mit dem Unternehmen identifizieren. Identifikation liefert Orientierung. Orientierung liefert Motivation. Motivation liefert Kreativität. Viele Firmen sind von einer solchen Vorstellung jedoch meilenweit entfernt.

Im digitalen Zeitalter ist das Wachstum von erfolgreichen Start-Ups um ein vielfaches schneller. Unternehmen wachsen nicht mehr Schritt für Schritt über Jahrzehnte hinweg. Oftmals steigt die Mitarbeiterzahl eines erfolgreichen Unternehmens explosionsartig von 10 auf 100, 200, 300 Mitarbeiter innerhalb weniger Jahre.  Eine große Gefahr eines derart rasanten Wachstums ist die „Verwässerung“ der Unternehmenskultur und der Verlust der Werte aus der Gründungsphase eines Unternehmens. Unternehmenswerte zu erhalten und die Unternehmenskultur im Auge zu behalten ist ein Aufgabenbereich eines Feelgood-Managers. Eine weitere Aufgabe ist es, sich um das Wohlbefinden aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu kümmern. Dazu gehört sowohl eine betreuende als auch eine beratende Funktion. Firmeninterne Konflikte lösen oder Teambuilding-Events organisieren, eine funktionierende Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern, aber auch zwischen den Mitarbeitern untereinander gewährleisten, KITA-Plätze für die Kinder organisieren sind beispielhafte Aufgaben dieses neuen Berufsbildes

Auf www.goodplace.org gibt es Beispiele zum Thema. GOODplace ist eine Plattform für Firmen, die sich um eine neue, bessere Arbeitswelt bemühen. Wie die Unternehmen dies umsetzen, kann man hier in einigen Beispiel verschiedener Projekte nachlesen.

Eine genauere Beschreibung des Berufsprofils gibt’s hier:

http://www.goodplace.org/blog/who-is-who-feelgood-manager-uebersicht/

Feelgood-Management ist ein wahnsinnig spannendes Thema und kann die zukünftige Arbeitssituation grundlegend verändern, wodurch sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer unglaublich profitieren können. Wir sind gespannt, wie sich dieser Beruf entwickeln wird.

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
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