Der Framing Effekt – Wie die Marke die Wahrnehmung beeinflusst

Der Framing Effekt

– wie die Marke die Wahrnehmung beeinflusst –

Der Framing Effekt ist die Annahme der Kommunikationsforschung, dass die Wahrnehmung von Marken und Entscheidungen zwischen Alternativen stark von der Art der Präsentation, dem so genannten Rahmen oder Kontext („Frame“) der Situation, abhängig sind. Die Autoren Scheier und Held schrieben in Ihrem Fachbuch „Was Marken erfolgreich macht“ folgendes: „Starke Marken wirken als Frame, als Referenz- und Bedeutungsrahmen für das Produkt.“ Da der Framing-Effekt auf unser Unterbewusstsein einwirkt, bieten Markenframes ein enormes Wirk- und Differenzierungspotenzial und verleiht einer Marke so langfristig, Einzigartigkeit. Die folgende Grafik verdeutlicht Ihnen visuell den Framing-Effekt. (Der Farbton der inneren Quadrate ist exakt gleich.)

Aus der Praxis:

In einem Test wurden zwei der bekanntesten Softdrink-Hersteller miteinander verglichen: Pepsi und Coca-Cola. Der Test wurde einmal als Blindtest und einmal als Test mit Markendarbietung durchgeführt. Im Rahmen des Vergleichs sollten die Probanden beide Softdrinks probieren. Anschließend sollten sie entscheiden welcher Softdrink ihnen besser schmeckt, hierbei konnten sie sich entscheiden zwischen Pepsi, Coca-Cola und „Schmecken beide gleich gut“. Der Unterschied: In Test 1 wussten die Probanden nicht welcher Softdrink zu welcher Marke gehört, in Test 2 schon. Die Studie brachte ein überraschendes Ergebnis hervor. Im Blindtest gaben 51% der Probanden an ihnen schmecke der erste Softdrink (Pepsi) besser. 44% stimmten für den zweiten Softdrink (Coca-Cola) und 5% für ein Unentschieden. Nun zum Versuch Nr. 2. Bei der Durchführung dieses Tests wurde den Probanden die Marke offen präsentiert. Sobald die Marke mit ins Spiel kommt schmeckt Coca Cola scheinbar um einiges besser, denn im Laufe dieses Tests wandelten Sich die Antworten enorm. Nur noch 23% stimmten für die Marke Pepsi, währen 65% für Coca-Cola stimmten und 12% für ein unentschieden waren.

(Quelle: vgl. F.-R. Esch: Moderne Markenführung 2005)

Für dieses überraschende Ergebnis gibt es 2 Lösungen (nur eine davon ist wahr).

Lösung 1: Das platzieren eines Coca-Cola-Logos wirkt sich direkt und positiv auf den Geschmack eines Softdrinks aus.

Lösung 2: Starke Markenframes beeinflussen unsere unterbewusste Wahrnehmung.

Wir möchten Ihnen nicht verraten welche Lösung die richtige ist (ein kleiner Tipp, Lösung 1 ist es nicht).

 

Andreas Lenz

Andreas Lenz

Digital Planner bei Dietrich Identity
Andreas Lenz ist Diplom Kommunikationswirt und hat einen Bachelor-Abschluss in Management & Marketing, der Steinbeis SMI. Mit Leidenschaft und neuen Impulsen berät und begleitet er unsere Kunden in der Entwicklung digitaler Strategien, dem Monitoring und der Markenführung ihrer Marken in sozialen Netzwerken.
Andreas Lenz

Letzte Artikel von Andreas Lenz (Alle anzeigen)

1 Antwort

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] Wahrnehmung des Designs wird durch die Kommunikation sichergestellt, durch die Erfahrung der Kunden mit den […]

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.