Was wir von Personal Branding via LinkedIn lernen können.

Wie kann Wachstum in den sozialen Kanälen entstehen und worauf ist zu achten, wenn man „social“ kommuniziert? Diese Frage hat mich vergangene Woche erstmals und inmitten unseres Digitalisierungshypes ganz physisch mit der Bayerischen Akademie für Wirtschaftskommunikation eG in Berührung gebracht. Beim BAW-Impuls-Abend „How to Community?“ habe ich festgestellt, dass der alltägliche Gebrauch sozialer Netzwerke trotz unterschiedlichster Erwartungen und Voraussetzungen neue Räume eröffnen kann, ohne gleichzeitig die face-to-face Kommunikation oder etwa das klassische Austauschen von Visitenkarten überflüssig zu machen.

Daher möchte ich anhand von vier Prinzipien formulieren, was wir vom Personal Branding über das Onlinenetzwerk für berufliche Identität LinkedIn für unsere Markenkommunikation auch im nicht-digitalen Leben lernen und vielleicht reaktivieren können. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Impulsgeberin, Digital Personal Brand Creator und BAW-Mitglied Dr. Irène Kilubi.

Sei authentisch!

Für welche Inhalte steht Ihre Marke? Liefert Ihre Marke Information, Wissen, Inspiration oder kommuniziert Sie eher als Entertainer oder Motivator? Was ist stimmig und entspricht Ihrer Markenpersönlichkeit?

Glaubwürdige Markenidentität fängt im Innern an. Die ehrliche Beantwortung der klassischen W-Fragen Wer, Was, Wie und Warum gibt eine erste Standortbestimmung. Wir von Dietrich Identity verstehen Markenentwicklung als einen Entwicklungs- und Wachstumsprozess von innen nach außen, bei dem auf Basis eigener Werte Authentizität und daraus resultierend Beziehung und Vertrauen aufgebaut wird. Erst auf dieser Ebene wird eine Marke letztlich nachhaltig spür- und greifbar – unabhängig, ob sie off- oder online agiert.

 

Interagiere! Und noch besser: Tue es regelmäßig!

Ist Ihre Marke kommunikativ? Sind Sie als Marke mit Ihrer Community im Dialog anstatt nur einen einseitigen Monolog zu führen? Ist Kommunikation für Sie mehr als nur eine Pflichtaufgabe?

Die Erstellung von relevantem Markencontent ist aufwändig. Und es ist gar nicht immer so einfach, sich im hektischen Alltag regelmäßig dafür Zeit zu nehmen. Wer seine Marke ins Leben oder in den Alltag bringen will, kommt aber nicht daran vorbei, sich mit ihrem inhaltlichen Kern Tag für Tag auseinanderzusetzen. Die Kür besteht darin, nicht nur eingleisig sein Innerstes zu kommunizieren, sondern mit den eigenen Zielgruppen in Interaktion zu treten, aktiv die Community zu pflegen und sie darüber zu erweitern. Das gilt für die sozialen Kanäle genauso wie für die bewährte Face-to-Face-Kommunikation. Und sind wir doch ehrlich, auch eine bewährte Freundschaft beruht genau auf diesem Prinzip.

 

Integriere die Community!

Passen die Lebenswelten Ihrer Marke und Ihrer Community zusammen? Stimmt Ihr Markenimage in den digitalen und persönlichen Netzwerken mit Ihrer Markenidentität überein? Sind Innen und Außen in harmonischer Interaktion?

Eine Marke positioniert sich am Markt entsprechend Ihrer Relevanz und Differenzierung. Dabei reichen Authentizität und das Wissen um die eigenen Werte allein nicht aus. Die Auseinandersetzung mit den Potenzialen und Erwartungen der bestehenden und potenziell erschließbaren Community sowie ein Dialog auf Augenhöhe sind entscheidend. Nur so kann es gelingen, dass Verknüpfungspunkte und Synergien gefunden und genutzt werden und beide Seiten sich als Gewinner erleben. Aus Freunden, Kunden oder Mitarbeitern werden Markenbotschafter, die ihre Markenerlebnisse innerhalb ihrer Netzwerke teilen. Marken, die geteilt werden, schöpfen ihr Kommunikationspotenzial maximal aus.

Sei offen für Input und Veränderung!

Welchen dynamischen Prozessen und Rahmenbedingungen ist Ihre Marke momentan ausgesetzt? Bietet Ihre Marke Orientierung in ungewisser Zeit? Wie wandlungsfähig ist Ihre Marke?

Wenn sich das Markenumfeld drastisch und schnelllebig verändert, besteht die Herausforderung darin, eine gesunde Balance zwischen Kontinuität und Wandlungsfähigkeit einer Marke zu wahren. Eine starke Marke schafft es, sich äußere Bedingungen und Ansprüche zu eigen zu machen statt sie zu ignorieren. Ein geklärter und stabiler Markenkern hilft ihr dabei, sich selbst trotz aller Veränderung treu zu bleiben.

Drei persönliche Erkenntnisse des Abends bei der BAW möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Ich hoffe, es gelingt mir, Schritt für Schritt das eine oder andere für mich und in meinem Markenkontext gewinnbringend umzusetzen.

Erste Erkenntnis: Auch digitale Netzwerke sind schlau. Sie fungieren über sogenannte Algorithmen als lernende Systeme, die mein Nutzerverhaltung beobachten und mich entsprechend meinem Engagement und meiner Geschicklichkeit mit Reichweite honorieren oder mir diese entziehen.

Zweite Erkenntnis: Maximal vier Hashtags sind für den Algorithmus relevant. Hashtags sind mit # versehene Schlagwörter, um Informationen mit bestimmten Inhalten oder zu bestimmten Themen in sozialen Netzwerken auffindbar zu machen. Werden sie gekonnt eingesetzt, beeinflussen sie, ob mein Post ganz oben erscheint oder aber im Nirwana der Masse untergeht.

Dritte Erkenntnis: Wenn ich Beiträge meiner Community kommentiere, verdiene ich mir und meiner Marke mehr Reichweite als wenn ich sie nur „like“. Wie im wahren Leben geht es also auch hier nicht um die Quantität, sondern um die Qualität meiner Dialogfähigkeit.

Mein persönliches Fazit

Inmitten aller Digitalisierungsdynamik lohnt immer zuerst der Blick auf die analoge Marke und auf das, was sie im Kern „social“ macht. Auf dieser Grundlage funktioniert eine Marke dann auch bilateral – per Hand und Mouse. Wir von Dietrich Identity unterstützen Sie gern dabei – sowohl in der analogen wie auch in der digitalen Welt. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, dann empfehlen wir Ihnen die BAW-Ausbildung zum/zur „Corporate Brand Manager/in“ im März in München, bei der wir so richtig „social“ sind und mitwirken. Kommen Sie gern auf mich zu.

Daniel Börnert

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