Quo vadis

Zum Start zwei Zahlen, die deutlich machen, wie stark die Digitalisierung die Kommunikation von Unternehmen und Marken verändert.

  • 40 Sekunden Verweildauer betrug 2019 der Durchschnittswert für eine Website.
  • 50 Minuten Verweildauer betrug 2019 der Durchschnittswert bei Facebook. (© Nielsen)

Hinzu kommt eine GEN Y (ab 1980) und GEN Z (ab 2000), die Content wollen, der unterhält und konzentrierte Informationen bietet. Sie engagieren sich für Organisationen, die Ihnen in Ihren Netzwerken eine Bühne und positive Resonanz schenkt.

Und: Sie wünschen sich Marken, die eine klare Haltung haben.

77% halten es für wichtig, dass Marken eine klare Haltung zu umwelt-politischen und gesellschaftlichen Themen haben. (b4Trends Umfrage bei über 1.000 Befragten)

Homeoffice und dezentrales Arbeiten, verstärkt durch die Corona-Pandemie eine Desintegration von Organisationen, denen die gewohnte persönliche, zwischenmenschliche Zusammenarbeit abhanden gekommen ist. Ganz abgesehen von der Sehnsucht der Menschen nach Sicherheit, Einfachheit und Vertrautem, wenn die Veränderungen gar besonders zahlreich werden.

5 Gründe, die in Zeiten der Veränderung für eine starke Marke sprechen

  1. Marken sind soziale Beziehungssysteme zwischen dem Anbieter und dem Kunden, die wirtschaftlich und kulturell zu hinterfragen und regelmäßig anzupassen sind. Sie bieten sich als Wertebündel gerade zu idealtypisch an Haltung zu definieren und zu formulieren. Dabei bedeutet Markenführung eben auch die Fähigkeit sich anzupassen und damit die Gesellschaft mit anzuführen.
  2. Wertschöpfung bei Marken bedeutet in diesem Fall aber nicht nur eine Sozialtechnik sondern auch das Schaffen von finanziellen Werten durch die Kapitalisierung der Unternehmenswerte. Denn ist der Ruf der Marke so stark, dass er ihre Leistungen vorverkauft, lässt sich ein Preispremium und/oder überdurchschnittliche Nachfrage erzielen.
  3. Starke Marken vermitteln aber nicht nur irgendwelche Haltungswerte, sondern verkörpern kulturelle Energiefelder, die gemeinsam positiv besetzt sind. Rolex ist keine Uhr, sondern ein soziales Statement. Die Bahn ist kein Zug, sondern ein Mobilitätsanbieter. Felix Burda ist nicht nur Stiftung, sondern ein smarter Rebell, der uns Menschen unkonventionell vor Augen führt, wie wichtig Vorsorge ist.
  4. Marken positionieren sich mit ihrem Versprechen und ihrer Identifikation damit also weit höher, als beim reinen Abverkauf und bieten allen Kunden – egal ob B2C oder B2B – Identifikation und eine “Strahlkraft” auf das eigene Image bzw. das Image des eigenen Unternehmens. Damit kann auch der Kauf eines B2B-Produkts ein Statement werden.
  5. Identifikation braucht Identität. Und Identität wächst von innen nach aussen und nicht umgekehrt. Die Werte und Erfolgsfaktoren einer Marke werden im Unternehmensinneren freigelegt, damit jeder Mitarbeiter das Bild kennt und verinnerlicht. Nur so wird die Marke auch nach außen hin erfolgreich sein. Denn eine starke Marke kommt dadurch zustande, dass von innen heraus sämtliche Erfolgsfaktoren so aufeinander abgestimmt werden, dass ein konsistentes und durchsetzungsstarkes Markenimage entstehen kann.

Es ist nichts neues, dass Mitarbeiter und vor allem Mitarbeiter der Generation Y und Z ihrer Arbeit Sinn geben wollen. Gleichzeitig soll heute ein Unternehmen Sinn für die Gesellschaft stiften. Eine ideale Kombination.

Marken können auch Sinnstifter sein

Sie vereinen ganz eigene, substanzielle Werte, die eine Resonanz am Markt auslösen und gleichzeitig die Existenzberechtigung des Unternehmens darstellen. Nicht umsonst wird das, was wir früher eine Vision nannten, heute als „Purpose-Begriff“ neu durch die Marketingabteilungen und LinkedIn Profile des Landes getragen. Die Marke mit Ihren Werten und Ihrer Vision ergibt sich aus dem Streben nach und der Realisierung eines sinnhaltigen Ganzen. Echte Markenführung schafft Attraktivität, Anerkennung und Sinnhaftigkeit in einem.

Fridolin Dietrich
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